Der Chor Prostir bereitet ein neues Konzertprojekt mit dem Titel „Leontovych.Liturgie“ vor, das der ukrainischen geistlichen Chormusik des 20. Jahrhunderts gewidmet ist – einer Musik, die lange Zeit wenig Beachtung fand und oft zum Schweigen gebracht wurde.
Im Zentrum des Programms steht die „Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus“ von Mykola Leontovych. Das Werk entstand 1919 in einer Zeit tiefgreifender historischer Umbrüche und ist nicht nur eine musikalische Komposition, sondern auch ein Ausdruck kultureller Selbstbehauptung. Die Aufführung in ukrainischer Sprache war ein mutiger Schritt in einer Epoche, in der religiöses Leben und ukrainische Kultur systematischen Einschränkungen unterlagen.
Über Jahrzehnte hinweg wurde ein grosser Teil der ukrainischen geistlichen Musik verboten, verdrängt oder blieb nur eingeschränkt zugänglich. Heute werden diese Werke neu entdeckt – und gewinnen dadurch eine besondere Aktualität und Ausdruckskraft.
Das Projekt „Leontovych.Liturgie“ möchte diese wenig bekannte Tradition einem Publikum in der Schweiz näherbringen und einen Raum für vertieften kulturellen Dialog schaffen.
Gleichzeitig möchten wir betonen: Es gibt keinen Grund, sich vor der ukrainischen Sprache zu fürchten. Während der Proben wird gezielt an der Aussprache gearbeitet, sodass erfahrbar wird, dass das Singen auf Ukrainisch zugänglich, nachvollziehbar und auch ohne Vorkenntnisse gut umsetzbar ist.
Die Proben beginnen im Sommer 2026, die Konzertreihe ist für den Herbst 2026 geplant und umfasst mehrere Aufführungen in der Zentralschweiz, unter anderem in Luzern und weiteren Städten.
Detaillierte Informationen zu Proben sowie konkreten Konzertterminen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Mit diesem Projekt setzt der Chor Prostir seine künstlerische Arbeit fort – mit dem Ziel, nicht nur Musik aufzuführen, sondern auch jenen kulturellen Stimmen Gehör zu verschaffen, die lange Zeit zum Schweigen gebracht wurden.
Projekt: „Leontovych.Liturgie“
Im Zentrum steht die Liturgie von Mykola Leontovych —
eine der feinsten und berührendsten Stimmen der ukrainischen Chormusik
Nachdem wir viel mit geistlicher Musik auf Deutsch gearbeitet haben,
möchten wir nun diese besondere Tradition mit einem breiteren Publikum teilen
Warum dieses Projekt besonders ist
— seltene Gelegenheit, ukrainische Liturgie in der Schweiz zu singen
— sehr natürliche, gut singbare Musik
— auch ohne Sprachkenntnisse gut erlernbar
— künstlerisch anspruchsvoll und gleichzeitig zugänglich
Format & Rahmen
Projektphase: Frühling / Sommer 2026
Konzerte: Herbst 2026 (Luzern, Zürich u.a.)
Wir stellen ein Ensemble gezielt für dieses Projekt zusammen
und suchen Sänger:innen, die sich verbindlich einbringen möchten
Teilnahmebeitrag: 120 CHF
(zur Deckung eines Teils der Projektkosten)
Teilnahmebedingungen
Mit der Anmeldung bestätigst du deine verbindliche Teilnahme am Projekt
Eine regelmässige Teilnahme an den Proben ist Voraussetzung für die Mitwirkung im Konzert
Bei mehreren Absenzen kann die Teilnahme am Konzert nicht garantiert werde
Eine ausführliche Projektbeschreibung findest du auf unserer Website
Interesse oder kennst du jemanden, für den das passen könnte?
Schreib uns eine Nachricht oder leite diesen Post gerne weiter
Manchmal beginnt etwas Besonderes genau mit dem Moment, in dem man einfach mitmacht


