Der Chor Prostir nahm am gross angelegten Abschlussprojekt seines Dirigenten Oleksii Yatsiuk teil — „Stimmen aus der Stille“, das den Höhepunkt seines Masterstudiums in Chorleitung an der Hochschule Luzern – Musik bildete.
Das Konzertprogramm verband Musik aus verschiedenen Epochen und Kulturräumen und schuf eine dramaturgische Linie von barocker geistlicher Meditation bis hin zu zeitgenössischer national-poetischer Expressivität. Im Zentrum des Projekts standen Werke von Johann Hermann Schein, Francis Poulenc und der ukrainischen Komponistin Lesya Dychko. Einen besonderen Akzent setzte die ukrainische Kantate, die als künstlerisches Zeugnis von Stärke, Schmerz und Würde einer Kultur erklang, die den Krieg erlebt.
Für den Chor Prostir war die Mitwirkung an diesem Projekt nicht nur eine wichtige künstlerische Erfahrung, sondern auch eine symbolische Geste kultureller Präsenz der Ukraine im akademischen Musikraum der Schweiz. An der Seite professioneller Musikerinnen und Musiker sowie Studierender der HSLU präsentierte unser Ensemble die ukrainische Chorkultur im Kontext der europäischen Musikgeschichte.
Das Projekt „Stimmen aus der Stille“ unterstrich die künstlerische Mission von Prostir: eine Stimme der ukrainischen Kultur im Ausland zu sein, Brücken zwischen Traditionen und Epochen zu bauen und kollektive Erfahrung in eine lebendige musikalische Geste zu transformieren.
Wir danken allen Mitwirkenden, den Musikerinnen und Musikern, den Dozierenden der HSLU sowie dem Publikum herzlich für ihre Unterstützung und ihr Mitgefühl. Für unseren Chor war dies ein weiterer Schritt auf einer grossen gemeinsamen Reise.


